BdV - Bund der Vertriebenen
BDV

Liebe Besucherinnen und Besucher,

die Grußworte der Staatsämter, Bundesländer und Parteien für den zentralen Auftakt zum Tag der Heimat des Bundes der Vertriebenen bieten Jahr für Jahr einen interessanten Lesestoff. Zum einen, weil sie äußerst komprimiert politische Positionen offenbaren, die entweder zur Zustimmung oder zur Auseinandersetzung einladen. Für die deutschen Heimatvertriebenen und ihre Verbände zum anderen aber auch, weil sie fast durchweg die von uns geleistete Arbeit positiv bewerten und betonen, wie wichtig und zukunftsfähig unser gemeinsames Engagement nach wie vor ist.

 

Mit unserem diesjährigen Leitwort zum Tag der Heimat „Unrechtsdekrete beseitigen – Europa zusammenführen“ legen wir einen besonderen Fokus auf eines unserer Kernanliegen. Damit wollen wir den von uns schon vor Jahrzehnten eingeschlagenen Weg der Verständigung mit unseren Nachbarländern weiter verbreitern und festigen.

 

Eines ist doch klar: Unrechtsdekrete, aufgrund derer Millionen Menschen ihrer Heimat beraubt oder sogar sanktionsfrei ermordet werden konnten, sind historischer Ballast. Ihr formales Fortbestehen in einigen unserer Nachbarländer ist nicht nur ein Affront gegen unsere „Charta der Grundrechte der Europäischen Union“ – es birgt die Gefahr, dass mit dem gesetzten Rechtsschein auch ideologische Überbleibsel solchen Unrechts überleben.

 

Der Bund der Vertriebenen fordert daher dazu auf, diesen Ballast abzuwerfen. Nach außen wäre dies ein Handausstrecken gegenüber den deutschen Opfern von Flucht, Vertreibung und Deportation. Nach innen könnten die Staaten damit ein deutliches Signal aussenden, dass auch sie Lehren aus der eigenen Vergangenheit gezogen haben. Denn Verständigung – so zeigt es die Erfahrung – gelingt am besten auf der Basis von Recht und Wahrheit. 

 

Ihr
Dr. Bernd Fabritius